Im Rahmen der Studie „Motivierte Schule“ des Universitätsklinikums des Saarlandes unter der Leitung von Dr. Christoph Krick wurden die Effekte von SOL auf das Schulklima sowie auf die Lernbereitschaft von Schülerinnen und Schüler untersucht.

    Die Studie fand in Kooperation mit der Robert-Bosch-Schule in Homburg/Saar im Zuge ihrer Neukonzipierung zu einer Gemeinschaftsschule statt, in deren Zuge auf einen SOL-Unterricht umgestellt wurde. Im Folgenden sind einige Ergebnisse zusammengefasst. Grundlage waren Befragungen von insgesamt 350 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 6 und 7:

    • Insgesamt konnte in konventionell beschulten Klassen eine negative Veränderung des Klassenklimas, der Lerngemeinschaft sowie der Lernbereitschaft von Klassenstufe 6 zu 7, nachgewiesen werden. Dies wird mit der Ablösung der Kindheit durch die Pubertät und der damit einhergehenden Gehirnentwicklung erklärt und daher als typisch gedeutet. In Klassen, die nach SOL unterrichtet wurden, haben sich hingegen alle drei Variablen positiv entwickelt.
    • Im Detail wurde ein signifikanter Einfluss des SOL-Unterrichts auf das soziale Miteinander, die Motivation und die Zunahme der Lernbereitschaft (anstatt einer Abnahme) festgestellt. Andere Einflussgrößen wie Lebensalter und Geschlecht wurden dabei berücksichtigt.
    • Eine tiefergehende Analyse stellte die hohe Bedeutung der Lerngemeinschaft für die Lernbereitschaft heraus:
      „Je besser die Qualität des sozialen Miteinanders ausfiel, umso mehr waren die Schüler und Schülerinnen geneigt, sich die Lernziele zueigen zu machen. Unter den Rahmenbedingungen des SOL-Unterrichts der RBS nahm die Bedeutung dieser sozialen Variablen zu“ (Krick 2016).
    • Der subjektive Eindruck eines ruhigen und kooperativen Lernklimas, von dem sowohl der Autor als auch viele unserer Teilnehmer berichten, konnte ebenfalls statistisch bestätigt werden: Rivalität und Störverhalten haben sich im SOL-Unterricht mit hoher Signifikanz verringert.

    Krick2016

    Mit SOL sollen neben den fachlichen Kompetenzen auch personale Kompetenzen wie  Kooperationsfähigkeit und Eigenverantwortung systematisch gefördert werden. Insgesamt zeigen sowohl die statistischen Ergebnisse, als auch ihre Interpretation vor dem Hintergrund des Studiendesigns, dass diese Förderung durch SOL erfolgreich gelingen kann.

    Literatur:
    Krick , C.M. (2016). Ergebnisbericht zur Studie „Motivierte Schule“, Studie Nr. A 4/C 2.7.4.1. Im Druck.

Im September bieten wir einen Vortrag in einem besonderen Setting an. In Kressbronn-Gohren am schönen Bodensee erklärt Dr. Martin Herold, wie Eltern ihre Kinder so beim Lernen begleiten können, dass genug Freizeit für alle bleibt.

Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte per Kontaktformular an uns.

Lernen unterstützen

Das Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg Warburg hat in diesem Jahr erfolgreich seine Re-Zertifizierung zur SOL-Schule erworben. Weitere Informationen zur Schule finden Sie auf der Website der Schule.

Re-Zertifizierung Warburg 2016

Am 07.11.15 fand ein großer SOL-Lernkongress in Niederhasli (Schweiz, Kanton Zürich) statt. Bilder, Eindrücke und Folien aus dem Vortrag von Dr. Martin Herold finden Sie unter: http://lernkongress.niniho.org/

Am 4.3.2015 fand ein Fachtag „Kooperation macht Schule“ in Ulm statt, der von Cindy Herold moderiert wurde.
Das Setting war als Lernarrangement gestaltet mit Zielplanung der TeilnehmerInnen, individueller Verarbeitung und Anlässen zur Perspektivenverschränkung.

Ungewöhnlich für viele Teilnehmer, aber von vielen mit Freude aufgenommen. Außerdem wurde ein Workshop angeboten zum Thema „Was wollen wir eigentlich? Wie wir unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren und die Motivation im Blick behalten“.

Cindy Herold arbeitete mit den Teilnehmern hier mit einem neu entwickelten Motivationsinstrument des SOL-Instituts, das die Motivation zu einem selbst gestaltbaren Phänomen macht.

Von der Einstellung „Ich bin eben nicht motiviert“ hin zu „Ich möchte etwas gerne tun, merke aber, dass es mir schwer fällt. Was kann ICH dafür tun?“Ein Aspekt, der nicht nur in Kooperationsprojekten wichtig ist, sondern auch in Lehrerfortbildung und in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern.

Hier geht’s zum Bericht über den Fachtag, sowie zum Veranstalter.

Lernhilfen für systemisches Management
Als Teil der Gesellschaft werden Schulen immer deutlicher als lernende Systeme begriffen, die mit ihrer Entwicklung Gesellschaft auch mitgestalten können und müssen – anstatt der gesellschaftlichen Entwicklung hinterher zu hinken. Je größer die Anforderungen, desto mehr ist auch die Schulleitung gefordert. Schulleitung wird heute mehr denn je als „systemisches Management“ bezeichnet. Um Schulleitungen noch besser begleiten zu können, haben wir einen Kompetenzkatalog für Schulleitungen entwickelt, der für die verschiedenen Arbeitsbereiche Hilfestellung „beim Erlernen“ gibt (eine „Kann-Liste“ für Schulleitungen).

Forschung und Wissenschaft zur Schulentwicklung
Seit 4 Jahren beschäftigt sich Cindy Herold nun intensiv damit, zusammen mit unserer Erfahrung in der Begleitung von Schulen, entwickeln wir unsere Begleitung stetig weiter.

Die Neuerungen in Kürze:

Wir verstärken die indirekten Steuerungsmaßnahmen durch „Fühler im System“, so dass wir noch gezielter im Prozess bedarfsgerecht unterstützen können.

  • Lernhilfen für systemisches Management:

    Je größer die Anforderungen, desto mehr ist auch die Schulleitung gefordert. Schulleitung wird heute mehr denn je als „systemisches Management“ bezeichnet. Um Schulleitungen noch besser begleiten zu können, haben wir einen Kompetenzkatalog für Schulleitungen entwickelt.

  • Verstärkung der Teamqualifizierung:
  • Komprimierte Grundlagenschulungen für motivierte, engagierte Lehrpersonen

    mit Vorwissen in alternativen Schul- und Unterrichtskonzepten und mit einer systemisch-konstruktivistischen Haltung

  • Verstärkte Konzentration auf die Implementierungsphase in der Schulentwicklung

    (der zweiten Phase von insgesamt 3: Initiierung, Implementierung, Institutionalisierung), d.h.

  • Konkretere Hilfestellungen

    bei der Institutionalisierung: Raumplanung, Stundenplanumstellung, etc.

  • Verstärkung des Qualitätsmanagements:

    Ende 2014 entwickelten wir eine Checkliste für SOL – für alle drei Ebenen der Schulentwicklung: Unterricht, Personal und Organisation; diese haben wir als Umfrage für Lehrpersonen bereits pilotiert, hinzu kommt nun ein Fragebogen für Schüler; außerdem verstärkten wir unsere Begleitung direkt im Unterricht, die Hospitation bringt Lehrpersonen wertvolle Hilfestellungen für Alternativen zu fragenentwickelndem Unterricht, ineffektiven Gruppenarbeiten, zu langen Plenumsgesprächen, usw.

  • Unterstützung beim Transfer von SOL auf alle Lernsettings in Schule, z.B. auch Projektunterricht.

    Denn: auch Projektunterricht ist ein initiiertes Lernsetting und folgt den gleichen Lernprinzipien wie „normaler“ Unterricht. Die Übertragung ist nicht schwierig, wenn man die Unterschiede und Gemeinsamkeiten verstanden hat.

SOL-Symposium-alle-Personen

Am 26. und 27.11.14 traf sich ein ausgewählter Kreis innovativer Schulleitungen zu einem Symposium in der SOL-Akademie Ulm.

Die Tage standen unter dem Motto: „Innovation als Merkmal lernender Systeme“. Schulleitungen aus Deutschland und der Schweiz durchliefen zwei Tage im „pädagogischen Doppeldecker“ ganz nach SOL – inkl. Kann-Liste für Schulleitungen innovativer Schulen, individueller Verarbeitung, Perspektivenverschränkung – und jeder Menge Spaß.

SOL-Symposium-6 SOL-Symposium-2

Innovative Schulleitungen haben es nicht immer leicht, sie stoßen oftmals auf Gegenwehr, auf Bedenken und auf traditionserhaltende Maßnahmen. Dieser Rahmen ermöglichte ihnen ein Austausch unter Gleichgesinnten, das Generieren neuer Ideen durch den Blick über den Zaun (oder die Grenze) und das intensive Arbeiten an denjenigen Kompetenzen (bzw. Performanzen), die jeder individuell weiter ausbauen wollte.

Ergebnis dieser beiden Tage sind kleine Statements, die Mut machen sollen, innovative Schulleitung zu werden oder/und zu bleiben. Die Statements kommen im Newsletter Anfang 2015. Wenn Sie diesen noch nicht abonniert haben, melden Sie sich einfach an.

Der Wunsch nach einem Symposium in 2015 wurde von allen formuliert – wir werden diesem nachkommen, und den Kreis um innovative Schulleitungen erweitern, die wir bis dahin entdeckt haben.

Am 17.1.2015 findet in der SOL-Akademie Ulm ein 1-Tagesworkshop für Lehrer/innen zum Thema: „Arbeitsentlastung im Unterricht“ – Kurz- und langfristige Strategien statt.

Weitere Informationen können Sie unserem Flyer entnehmen.

Auch die Hochschulen in Deutschland machen sich auf den Weg mit SOL.

Hier ein Bericht aus Saarbrücken.

Am 2.6.14 durften wir zum ersten Mal eine SOL-Schule rezertifizieren. Das Friedrich-List-Berufskolleg in Herford hatte sich mit den aktuellen Kriterien gut vorbereitet:
http://www.flb-herford.de/nachrichten/items/flb-als-erste-sol-schule-rezertifiziert.html

Die erste rezertifizierte SOL-Schule