SOL verbindet: Diesmal empfingen die Kaufmännischen Lehranstalten in Bremerhaven eine Abordnung der ebenfalls SOL-erfahrenen Martin-Behaim-Schule Darmstadt und zweier weiterer Institutionen. Einen Bericht über den SOL-Unterrichtsbesuch finden Sie hier.

Am 07.09.2012 fand die erste Fachtagung für SOL-Master und -Systemcoaches statt.
Diese Experten für „am Unterricht orientierte Teamarbeit (SOL-Master)“ sowie für die „Multiplikation und Stabilisierung von Unterrichtsentwicklung in der Schule (SOL-Systemcoaches)“ trafen sich zu einem Austausch in der Berta-Jourdan-Schule in Frankfurt.
Lehrkräfte aus beruflichen Schulen, beruflichen Gymnasien und Hochschulen vertieften bestehende und knüpften neue schulübergreifende Kontakte, die SOLer von Herford bis Ulm miteinander verbinden.

Die engagierte Schulleiterin Frau Inge Meichsner ermöglichte einen schönen Rahmen für kreative Gespräche und neue Inputs.
Das Thema Selbstorganisation wurde wissenschaftlich von zwei Seiten beleuchtet:

Dipl. Pädagogin Cindy Herold (Geschäftsführerin SOL-Institut) gab Einblicke in die erziehungswissenschaftliche Theorie und Forschung. Die SOL-Schulentwicklung ordnet sich ein in die systemisch-konstruktivistische Schulentwicklung. Sie verbindet die berühmte Trias von Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung und achtet gleichzeitig darauf, auch die Beteiligten Lehrkräfte und Schulleitungen bei ihren Veränderungsprozessen so optimal wie möglich zu unterstützen.
Der zweite wissenschaftliche Beitrag war das Highlight des Tages:

Dr. Christoph Krick vom saarländischen Universitätsklinikum Homburg gab Einblicke in die Selbstorganisation des Gehirns und schlug damit die Brücke zur Neurowissenschaft.

Mit brandaktuellen Ergebnissen legte er eine weitere Argumentationshilfe für die Teilnehmer zurecht, die erklärt, warum Lernen ein selbstorganisierter Prozess ist. Lehren bedeutet damit die Gestaltung der Lernumgebung, damit diese Prozesse so natürlich wie möglich ablaufen können. SOL in der Schule zu etablieren, ist kein leichter Weg, das bestätigten alle Teilnehmer, aber die Entlastung tritt ein, wenn der Perspektivwechsel zur Teamarbeit im Lehrerkollegium erfolgt – und wenn Lehrkräfte beim Aufbau und der Organisation von Teams unterstützt werden.
Darum ging es dann in den Workshops am Nachmittag.

Die Feedbacks der Teilnehmer zeigen eine große Zufriedenheit mit der Veranstaltung, das Verhältnis von neuen Impulsen und Vernetzung untereinander wurde als gelungen bezeichnet, wobei viele gerne mehr Zeit für alles gehabt hätten. Das kann in der nächsten Fachtagung in die Überlegungen mit einfließen, schlussendlich ist uns diese Rückmeldung allerdings wesentlich lieber, als wenn Teilnehmer dem Ende der Veranstaltung entgegengefiebert hätten.
Wir danken Frau Meichsner für das zuvorkommende, gut organisierte und freundliche „Rund-um-Sorglos-Paket“ und wünschen allen Teilnehmern viel Freude bei dem weiteren Weg.

Bis zur nächsten Fachtagung im kommenden Jahr!